13.01.2009: Einsam im Chefzimmer

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Presseberichte

Originallink: Berliner Zeitung vom 13.01.2009

KRISE - Für Existenzgründer gibt es Programme und viele Millionen Euro als Starthilfe. Aber Unternehmen, vor allem kleinere Betriebe, bekommen kaum Rat und Hilfe, wenn es mal schlecht läuft.
von Jakob Schlandt
Kurzarbeit bei Daimler und BMW, Chiphersteller Qimonda knapp an der Pleite, das wankende Merckle-Imperium - es sind die Großunternehmen, die in der Wirtschaftskrise unter besonderer Beobachtung stehen. Dem Kiosk an der Ecke, dem Schuhladen, dem kleinen Spezialmaschinenbauer und dem örtlichen Dachdeckerbetrieb kommt wenig Aufmerksamkeit zu. Dabei sind laut Statistischem Bundesamt knapp 60 Prozent der Arbeitnehmer bei kleinen und mittleren Unternehmen angestellt.

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15.7.2008: Wiwo: Weblog "Gründerraum": Scheitern: Insolvent und trotzdem erfolgreich

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Presseberichte

  Sebastian Matthes  15.07.2008 : Link zum Originaltext  

Vor einer Woche habe ich ein Portrait über Anne Koark geschrieben. Die gebürtige Engländerin gründete ein Unternehmen und ging pleite. Aber sie schwieg nicht, wie Tausende andere, sie schrieb ein Buch über ihr Schicksal und wurde damit zu einer Gallionsfigur der Gescheiterten. Seit der Text erschienen ist, habe ich Dutzende Zuschriften erhalten.

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Österreichischer Insolvenzkongress : Nicht auf ewig Pleitier sein

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Presseberichte

Veröffentlich am 20.06.2008 unter folgendem Link: 
http://www.weka.at/technik/management/news/nicht-auf-ewig-pleitier-sein/16946/?l=1&p=8

 

Österreichischer Insolvenzkongress

Nicht auf ewig Pleitier sein

Hinfallen ist nicht das Problem, Liegenbleiben schon – diesem Motto entsprechend, beschäftigte sich der erste österreichische Insolvenzkongress mit den Schwierigkeiten, die einem mit seinem Unternehmen Gescheiterten die Rückkehr ins berufliche Leben erschweren.

Knapp 200 Personen kamen am 13. Mai ins Studio 44 der Österreichischen Lotterien, um sich mit dem Thema „Insolvenz“ auseinander zu setzen. Das Interesse ist klar: Je mehr Gründungen es gibt, desto mehr kann schief gehen. Aktuell wird es den Pleitiers jedoch schwer gemacht, wieder aufzustehen. Eine Änderung der Lage ist vor allem im Interesse der Gläubiger: Nur wer wieder auf die Beine kommt, kann seine Schulden bezahlen. Der Abend war von einem sehr konkreten Zugang zum Thema, beeindruckter Offenheit und der Fachkenntnis und Erfahrung der Podiumsgäste geprägt.

 

Von links nach rechts: Mag. Verena Pahl, Creditreform, Mag. Franz Spindler, Zweite Sparkasse, Alexander Maly, Schuldnerberatung, Friedrich Kofler, UBIT WK Wien, RA Mag. Petra Diwok. Im Vordergrund Keynote-Star Anne Koark.

Bild: Bildquelle

Die „Miß Erfolg“ als Referentin

Mit Anne Koark, Pleitier, hatten die beiden veranstaltenden Frauen-Netzwerke BPW und IT Salon Pour Elle eine der besten Key Note-Referentinnen des deutschsprachigen Raumes verpflichten können. Anne Koark erzählte sehr anschaulich und dabei spannend und unterhaltsam von ihrer eigenen Insolvenz und allen damit verbundenen Folgen. Gehörte ihr 2000 noch eine der erfolgreichsten Firmen-Neugründungen Deutschlands, bezeichnet sie sich heute als „Miß Erfolg“ und druckt auf ihre Visitenkarte „Pleitier“: „Da reagieren die Leute immer befremdet und fragen, ob das notwendig ist“, erzählt sie. „Um das Bewusstsein der Gesellschaft zu ändern, ist das notwendig. Hinfallen ist nicht das Problem, Liegenbleiben schon“, so ihr Credo. Die an die Key Note anschließende Podiumsrunde unter Moderation von Daniela Schuster, Wienerin, verdeutlichte das Problem in Zahlen. Im Jahr 2007 wurden in Österreich 6.295 Firmen-Insolvenzen in Österreich verzeichnet; bei Privatkonkursen lag diese Zahl beträchtlich höher, nämlich sogar bei 8.619 – das entspricht einem Plus von 14,8 % gegenüber 2006. „Hinter der steigenden Zahl von Privatkonkursen stecken viele gescheiterte Unternehmer, die als Kleinbetriebe mit ihrem Privatvermögen haften müssen“, weiß Mag. Verena Pahl von Creditreform. Welchen konkreten Problemen Insolvenz-Betroffene begegnen, erzählten Alexander Maly, Schuldnerberatung, und Mag. Franz Spindler, Zweite Sparkasse, aus der Praxis: „Kein Pleitier bekommt bei einer ‚normalen’ Bank ein Konto, was aber Voraussetzung für einen neuen Arbeitsplatz ist“. Da beißt sich sprichwörtlich die Katze in den Schwanz.

Wenn „es sich nicht rechnet“

Friedrich Kofler von der Fachgruppe UBIT der WK Wien berichtete aber auch von einer großen Zahl von Unternehmern, die vorzeitig aussteigen, „weil es sich einfach nicht rechnet“. So bedauerlich das klingt, so positiv ist ein frühzeitiges Erkennen der Situation. Darin waren sich alle Experten einig, und: „Professionelle Hilfe, z.B. eines Anwalts, kann viel Ärger und Druck seitens der Gläubiger ersparen“. Alle Anwesenden gratulierten den beiden Initiatorinnen des Abends, Mag. Daniela Schwarz von BPW Vienna Cosmopolitan und Mag. Brigitte Piwonka vom IT Salon Pour Elle, zu ihrem Mut, dieses Thema zu besetzen. „Wir wollten zur Entstigmatisierung eines Tabubereichs beitragen und sind ganz überwältigt vom ausnahmslos positiven Echo“, die beiden unisono.

   

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